Iteratec setzt auf Kreislaufwirtschaft
Mit Digital Twin und KI zu mehr Nachhaltigkeit
Auch wenn der politische Wind momentan aus einer anderen Richtung weht: Unternehmen werden in den kommenden Jahren nachhaltiger wirtschaften müssen. Christoph Völker, Consultant beim Münchner IT-Dienstleister Iteratec, begründet das mit der sich rasant zuspitzenden Rohstoffknappheit: „Deren Verfügbarkeit nimmt extrem ab“, so Völker, „schon im Jahr 2050 könnten wir hier gegen eine Wand laufen!“
Effizienz und Nachhaltigkeit: kein Widerspruch
Es müsse gespart werden, vor allem aber führe an Recycling und einer intelligenten Kreislaufwirtschaft kein Weg vorbei. Iteratec sieht sich gut aufgestellt, um Betriebe hier in die Zukunft zu führen. Der genossenschaftlich organisierte IT-Dienstleister aus München setzt darauf, Technologien wie Digital Twin und Künstliche Intelligenz so zu kombinieren, dass die Betriebe nicht nur ressourcenschonender wirtschaften, sondern auch Wettbewerbsvorteile erzielen können.
Völker und sein Team möchten Unternehmen in die Lage versetzen,
- ESG-Kriterien strategisch in ihre Wertschöpfungsketten zu integrieren,
- Effizienz und Nachhaltigkeit gleichzeitig zu optimieren und
- neue, innovative Lösungen für Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz zu entwickeln.
Auf der Hannover Messe wird Völker am Beispiel eines Unternehmens aus der Recyclingbranche zeigen, wie es gelang, dessen Leistungsfähigkeit stark zu verbessern und dabei 25 Prozent der üblicherweise eingesetzten Chemikalien einzusparen. „KI ist im Bereich der Nachhaltigkeit kein Zukunftstrend mehr, sondern schon heute ein wichtiger Erfolgsfaktor“, sagt der Münchner. In seinem Vortrag will er den CIOs zeigen, was möglich ist, wenn Digital-Twin-Technologie und KI intelligent kombiniert werden.
Millionenfache Modellierung mit ESG-Daten
„Ein Digitaler Zwilling ermöglicht es, Systeme millionenfach zu modellieren. Dabei lassen sich Datenpunkte aus dem ESG integrieren, so dass letztendlich die bestmögliche Lösung gefunden wird“, sagte Völker auf einer Veranstaltung des Vereins Digitale Stadt München. Kombiniert mit KI zeige sich ein nahezu unendlich breites Spektrum an Möglichkeiten – und viele davon seien keineswegs „naheliegend oder trivial“, was sie so interessant mache.
Völker war vor seinem Job bei Iteratec in der Forschung tätig, bei der TU Berlin und der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM). Unter anderem hat er sich intensiv mit Nachhaltigkeit im Bauwesen beschäftigt, wo immer noch eine enorme Materialverschwendung an der Tagesordnung sei. Der große CO2-Footprint in der Zementproduktion sei ein weiteres Problem, an dem derzeit intensiv geforscht und gearbeitet werde. Mit seinem Ingenieurs- und KI-Know-how entwickelt Völker heute im „Sustainable Solutions Team“ von Iteratec Lösungen, die wissenschaftliche Erkenntnisse pragmatisch umsetzen.
Christoph Völker von Iteratec